lösung zu Unzufriedenheiten kommen, die nur in aufwendigen Gesprächssituationen aufzuarbei- ten sind. aKbaS: Zum Glück ist dieser Fall selten. Nicht selten aber kommen beispielsweise Menschen mit psychischen Veränderungen, etwa mit einem Dysmorphobie-Syn- drom: Ihre empfundenen „Entstel- lungen“ sind nur eingebildet, sie leiden an einer Wahrnehmungs- störung. Erkennt man solche Patienten nicht rechtzeitig und behandelt sie trotzdem, melden sie sich in der Regel immer wieder und sind mit dem Ergebnis nie zufrieden. gibt es den OP-Junkie wirklich – und wenn ja, wie hoch ist sein anteil am Patientenaufkommen? aKbaS: Die „Beauty-OP-Junkies“ haben inzwischen einen medizi- nischen Namen. Wir nennen sie Dysmorphobe. Sie wollen ständig neue Operationen, haben unre- alistische Vorstellungen davon, wie sie aussehen wollen. Seriöse plastische Chirurgen müssen dann Grenzen setzen. Veränderungs- wünsche müssen angemessen und machbar sein, und ich muss sie nachvollziehen können. reUS: Selbstverständlich sehen wir manche Patienten mehrfach. Das hat aber noch nichts mit einer Sucht zu tun. Bei guter Beratung und bestehendem Bedarf ist es nicht ungewöhnlich, dass mehrere Eingriffe erfolgen. Das macht noch keinen OP-Junkie. Wie viele Ihrer Patienten kommen aufgrund störender, unerwünschter Körperbehaarung? reUS: Die Verteilung Männer zu Frauen in unserer Praxis liegt etwa bei 30 zu 70 Prozent. Haar- ent fer nung wird erstaun- licher weise bei beiden Ge- schlechtern etwa gleich häufig nachgefragt. aKbaS: Da ich aus der Türkei stamme, stellen sich in meiner Praxis überdurchschnittlich viele türkische Patienten vor. Gerade im orientalischen Kulturkreis ist die unerwünschte Körperbehaa- rung ein wichtiges und unliebsa- mes Thema. Wie schätzen Sie die Motivation und den Leidensdruck dieser Patienten ein? aKbaS: Das westliche Schönheits- bild verlangt den wohlgeformten, schönen Körper mit passenden Proportionen und entsprechend gepflegter Haut. Das betrifft auch die Haarentfernung. Ob männlich oder weiblich, wer sich nicht jeden Tag mit der Rasur beschäfti- gen möchte, sucht Vorgehenswei- sen, die lang anhaltend oder gar dauerhaft sind. Haare an Beinen, Achseln oder Armen werden negativ kommentiert. Eine dicht behaarte Männerbrust wird heute ebenso als unästhetisch empfun- den wie behaarte Frauenbeine. reUS: Überschüssige Körperbe- haarung ist naturgegeben und das Störempfinden bei beiden Geschlechtern hoch. Wie bewerten Sie die angebote für dau- erhafte Haarent- fernung mit IPL? Für unter- schiedliche beautyforen bergen sie immer noch risiken wie Pig- mentverschiebung und gewebeverbrennung. reUS: Qualitativ gibt es sicher- lich große Unterschiede. Grobe Verstöße sind dank technischer Prüfinstitutionen und durch Qualitätsmanagement zum Glück selten geworden. Die größte Fehlerquelle bleibt der Mensch, das größte Augenmerk sollte auf der perfekten Schulung des Perso- nals und dessen Arbeit liegen. aKbaS: Gerade wenn es um dauerhafte Haarentfernung geht, ist die INOS-Technologie von hairfree dem Laser klar überlegen. INOS-Haarentfernung ist schneller und schont die Haut mehr als eine Laserhaarentfernung. Ich halte sie für die Standardmethode. Laserlicht schwingt immer nur auf einer einzigen Wellenlänge, während das Pulslicht genau auf die Absorptionseigenschaften des Melanins abgestimmt ist, das dem dunklen Haar die Farbe gibt. Das Laserlicht einer Wellenlänge ent- fernt nur bestimmte Haartypen. www.hairfree.eu 13
